BODENSEEFESTIVAL
ECHOS AUS DER PRESSE
Von Franz bis Frank
Im Rahmen des Internationalen Bodenseefestival gastierten der Kreuzlinger Pianist
Timon Altwegg und das Winterthurer Sarastro-Streichquartett im Weinfelder Rathaus-Saal.
Weinfelden Das Programm, das knapp 50 Personen zu hören begehrten, stand unter dem
Motto «Legends In Time». An das nicht einfache, dreiteilige «Klavierkonzert» von Frank
Ezra Levy (geb. 1930) ging Timon Altwegg sehr dynamisch heran. Seine stupende Technik
liess ihn alle Schwierigkeiten scheinbar mit Leichtigkeit meistern. Als Zuhörer meinte
man zu spüren, dass Altwegg besonders intensiv bei der Sache war und die Klänge auskostete,
ihnen nachlebte schliesslich hatte der Komponist sein Werk ihm gewidmet.
Im nachfolgenden Klavierquartett wurde Altwegg von Mitgliedern des Sarastro-Quartett
(Ralph Orendain, Roman Conrad (beide Violine), Hann Werner-Helfenstein (Viola) und
Stefan Bracher (Violoncello) begleitet, das sich aus Mitgliedern des Orchesters
Musikkollegium Winterthur zusammensetzt. Bei dieser Zusammensetzung entpuppte
sich «Legends In Time» als unterhaltsame musikalische Reflexion über die Legenden
der Menschheit. Das Zusammenspiel von Pianist und Ensemble funktionierte bei diesem
expressiven Werk ausgezeichnet. Ganz anderer Natur war dann das düstere, ganz in Moll
gehaltene Stück, das nach der Pause erklang: Schuberts Streichquartett «Der Tod und
das Mädchen». Obwohl es eines der bekanntesten Werke dieser Gattung ist, vermag das
Stück auch heute noch zu fesseln wenn es so gespielt wird wie vom Sarastro-Quartett.
Christof Lampart
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