SCHWANGENGESANG von Franz Schubert
Raphael Jud, Bariton
Martin Preisser, Pianist
Franz Schuberts letzte Lieder, erst nach seinem Tode zu einem Zyklus zusammengestellt, fassen dessen einzigartige Liedkunst in vierzehn ausgefeilten Kleinodien nochmals höchst eindrucksvoll zusammen. Gedichte Von Ludwig Rellstab stehen solchen von Heinrich Heine gegenüber. Und Zweigeteilt scheint hier auch Schuberts Musik. Jedenfalls auf den ersten Blick.
Rellstab widmet Schubert scheinbar immer noch idyllische Welten. Bei Heine wagt er dann besonders intensiv den Aufbruch in die Zukunft, mit ungewohnten Harmonien und extremer Expressivität. Und trotzdem verbindet beide Dichter-Vertonungen Schuberts die intensive Reflexion über Abschied und Tod. Noch stärker vielleicht als frühere Lieder atmen diese letzten Strophen Schuberts seine Art, das Leiden feinsinnig zu verschweigen, und das, was hinter einem Lächeln stehen könnte, zu verbergen.
BIOGRAFIEN:
Raphael Jud, Bariton
Raphael Jud wurde in Altstätten, SG geboren. Nach Abschluss seiner Primarlehrerausbildung begann er am Konservatorium Winterthur mit dem Studium in Klavier, Orgel und Gesang. 1987 erwarb er das Lehrdiplom in Klavier und 1990 dasjenige in Gesang bei Ruth Binder mit Auszeichnung. Raphael Jud erhielt 1990 und 1991 den Förderungspreis des Migros - Genossenschaftsbundes und war 1991 Finalist beim Solistenwettbewerb des schweizerischen Tonkünstlervereins. Als Mitglied des Internationalen Opernstudios in Zürich (1990) holte er sich erste Erfahrungen im Opernfach. An der Musikhochschule Basel studierte Raphael Jud bei Kurt Widmer. Er schloss 1993 mit dem Solistendiplom ab. In der Folge besuchte er Meisterkurse bei Theo Adam und John Shirley - Quirk. Seit 1995 arbeitet er regelmässig mit Margret Honig und Maarten Koningsberger zusammen. Raphael Jud ist ein gefragter Lied- und Oratoriensänger im In- und Ausland, wobei vor allem Interpretationen von Charakterrollen, insbesondere die des Elias (Mendelssohn), Aufmerksamkeit erregt haben. Neben seiner Konzerttätigkeit ist er auch Lehrbeauftragter für Sologesang an der Musikakademie Basel. Er ist Gründer und künstlerischer Leiter des Vokalensembles Bacchanto und Dirigent des Frauenfelder Oratorienchors.
Martin Preisser, Pianist
Martin Preisser, geboren 1962 in Lindau (Bodensee), lebt mit und für Kultur im Thurgau. Entscheidend musikalisch beeinflusst vom Pianisten Reinhard Walz hat er ein Klavierstudium absolviert. In der Musik treibt ihn die Frage nach der steten Balance zwischen Vorgegebenem und Freiem, zwischen Klarheit und Empfindung um. Neben seinem Klavierspiel betreut Martin Preisser als Redaktor beim St. Galler Tagblatt die Kultur im Kanton Thurgau und ist Leiter des Musikkollegiums Romanshorn. Neben kammermusikalischer Tätigkeit reizen ihn pianistisch mehr und mehr spezielle thematische Programme.
ECHOS AUS DER PRESSE
» Künstlerisch einfühlsam Schuberts "Schwanengesang" in Amriswil
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