Pippo Pollina

Pippo Pollina, vielseitiger Künstler und Autor, der sich fernab der modernen, kurzlebigen Wegwerf-Popszene bewegt, ist in Palermo geboren und aufgewachsen.

Seine Liedersammlung widerspiegelt sich in einem starken politischen und sozialen Kontext und richtet sich gegen die Macht der Mafia in dieser sizilianischen Hauptstadt, wo er nicht nur Musik machte, sondern auch Rechtswissenschaften studierte und des Weiteren für ein mutiges Monatsblatt mit den neuesten Nachrichten schrieb, der Zeitschrift «I Siciliani». Nach der Tötung seines Direktors Giuseppe Fava durch Cosa Nostra unterbrach Pippo Pollina alle Aktivitäten und verliess Sizilien, um eine Weltreise anzutreten, bei der seine Musik – Aufführungsorte waren jeweils die Strasse, Metrobahnhöfe, Restaurants – die Quelle zur Selbstfinanzierung darstellte.

Pippo wird nie mehr einen festen Wohnsitz in Italien haben wollen, wird aber oft das Land wieder besuchen. 1987 starteten seine musikalischen Aktivitäten als Profimusiker und bis heute hat er 14 Alben aufgenommen und einen Kinofilm gedreht. Zudem erhielt er mehrere Auszeichnungen in Italien und in deutschsprachigen Ländern, wo er die Bühne oftmals mit den ganz grossen Namen der internationalen Musik teilte: Georges Moustaki, Konstantin Wecker, Franco Battiato, Inti Illimani, Linard Bardill, Patent Ochsner, Nada, Charlie Mariano etc.

Mehr dazu: www.pippopollina.com

In der europäischen Liga des Autorenliedes verkörpert seine Komposition «ULTIMO VOLO»*, orazione civile die Besiegelung seines wirklich rigorosen und einzigartigen musikalischen Schaffens. (*Ein unheimlicher Flugzeugabsturz nahe der Insel Ustica hatte am 27. Juni 1980 Italiens Öffentlichkeit erschüttert. Bis heute ist nicht vollständig geklärt, warum die Itavia-Maschine mit 80 Personen an Bord ins Meer stürzte. Verwandte der Opfer erteilten Pippo Pollina diesen Kompositionsauftrag. Die Uraufführung von «ULTIMO VOLO» fand am 27. Juni 2007 mit grossem Erfolg im «Teatro Manzoni» in Bologna statt.)